Die Geschichte von GOOD-GOLD.de

 Was ein kleiner fränkischer Marktflecken mit der erdenweiten Bankenkrise zu tun hat

Alles begann 2008 – und zwar in einem skandalösen Finanzkrimi, der gewissermaßen in meiner „Nachbarschaft“ seinen Ursprung hatte. Vielleicht müsste man sagen: Alles begann 1968 … oder vielleicht doch 1844? Ich erzähle besser der Reihe nach, quasi umgekehrt chronologisch. Was aber durchaus Sinn ergibt. Versprochen.

2008 crashte die Lehman-Brothers-Bank in den USA und löste eine erdenweite Finanzkrise aus. Kurz zuvor hatte sich die Bank in gigantischem Ausmaß im Immobilienmarkt verspekuliert und am Ende allein in den USA einen Schaden von vermutlich 200 Mrd. US-Dollar verursacht. Der Crash „infizierte“ die Finanzbranche um den gesamten Globus herum, auch die deutschen Steuerzahler mussten mit etwa 70 Mrd. Euro „den Banken“ aus der Patsche helfen. Bis heute stehen die Banken unter Beobachtung, die Pleite der in der eigentlich so renommierten Schweiz ansässigen Bank Credit Suisse 2023 zeigt, dass die Bankenprobleme nicht aus der Welt sind.

Dem Geldsystem ausgeliefert?

2008 also wurde ich – geboren 1968 – als ausgebildeter Journalist auf die Problematik rund um unser Geld aufmerksam und fing an, mich mit der Ursache für die Probleme der Finanzinstitute zu beschäftigen. Ich verschlang Bücher über unser Geldsystem, das sich als „Schuld-Geld-System“ entpuppte, über die Beständigkeit von Währungen, die im Schnitt nur eine „Lebensdauer“ von etwa 100 Jahren haben, und ich fragte mich zunehmend: Bin ich diesem offenbar sehr fragilen System als normaler Bürger unausweichlich ausgesetzt, muss die Risiken der Banken offenbar „gottgegeben“ mittragen und bei Bedarf als Steuerzahler ausgleichen? Der mit solchen völlig „normal“ gewordenen Phänomenen wie Inflation und Überschuldung der Entwertung seines verdienten Geldes zusehen muss und keine Handlungsalternativen hat? Ich gebe an dieser Stelle gerne zu, dass das Wort „alternativlos“ in meinem Wortschatz sehr selten einen Platz findet. Frei nach dem Motto: Viele Wege führen nach Rom.

Inzwischen hat sich in dieser Geschichte die Jahreszahl 2008 erklärt und auch das Jahr 1968. Aber 1844? Zugegeben: Dass diese Zahl erwähnt wird, ist etwas „konstruiert“ – aber wirklich nur „etwas“. Denn im Jahre 1844 begannen die Söhne der Familie Lehmann aus einem kleinen Örtchen nahe meiner Geburtsstadt Würzburg, in dem ich mein erstes Lebensjahr verbrachte, in die USA auszuwandern. Die Lehmann-Brüder gründeten dann die Bank („Lehman-Brothers Holdings Inc.“) – und ich wurde 1992 Sportjournalist, der in der Folge 30 Jahre bei der „Sportschau“ verbrachte. Aber auch, wenn über 120 Jahre dazwischen lagen: Die Lehmanns und meine Familie, wir waren gewissermaßen Nachbarn.

Das Gute an der Pleite

Für die beispiellose … nein, leider nicht beispiellos: Für die skandalöse Pleite bin ich den Nachfolgern der Lehmanns in gewisser Weise dankbar. Denn im Laufe meiner Recherche nach der – völlig indiskutablen – Lehman-Spekulation mit den Immobilien und dem folgenden Crash stieß ich auf die Edelmetalle. Ich lernte Gold und Silber kennen, zu denen ich vielleicht über die 10-DM-Gedenkmünzen meines Vaters etwas Kontakt hatte. Aber nie hatte ich eine Goldmünze in der Hand gehalten.

Durch die intensive Beschäftigung mit den Währungssystemen begriff ich, wie „anders“ die Edelmetalle funktionieren: Sie sind weder ein „Versprechen“, das ein Papierstück mit einer aufgedruckten Zahl (Geldschein) darstellt, noch eine durch Papier beglaubigte Beteiligung an einem Unternehmen (Aktie), noch eine durch einen Algorithmus generierte Krypto-Währung, die rein digital existiert. Die Edelmetalle kann man anfassen, sie sind erdenweit akzeptiert und sie sind ein „Wertspeicher“, der seit Jahrtausenden einen anerkannten impliziten Wert besitzt. Sie sind der Gegenentwurf zu allen „Versicherungen“, die Euro, Dollar und Bitcoin ausdrücken.

 2013 – ein, zwei, drei „Münzerl“

Weil sich in den Jahren nach 2008 immer mehr Menschen in meinem Umfeld an mich wandten und nach meinem Rat fragten, beschloss ich, einen Edelmetallhandel zu gründen. 2013 geschah dies in Bayern, und weil dort eben „Bairisch“ gesprochen wird, wurde der Handel „Münzerl.de“ genannt. Rein nach der dortigen Logik: Eine kleine Münze, aber auch eine größere und auch mehrere Münzen sind „Münzerl“. Seither informiere ich Interessierte über alle Bereiche des Themas „Edelmetalle“. Später wurde meine Internetseite in GOOD-GOLD.de umbenannt – weil ich eben sehr wohl glaube, dass Gold und auch Silber sehr viele „gute“ Aspekte haben.

Wenn Sie, liebe Leserinnen und Leser, in dieser Geschichte bis hierhin durchgehalten haben und Sie sich weiter über meine „Lieblings-Pralinen“ informieren wollen, so nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf.

Ich denke, es ist wichtig, dass wir uns dessen bewusst werden, dass wir ohne unsere Währung nicht auskommen – das ist unstrittig. Aber wir können uns durch „andere Maßnahmen“, z.B. Goldmünzen, ein gutes Stück finanzielle Mündigkeit und Unabhängigkeit bewahren.

Ihr Johannes Herold
Bad Bevensen, im August 2026

Foto von Johannes Herold
Johannes Herold